Geschichtliches

 

Chronik des CSD Regensburg   |   Die Entstehung des Christopher Street Days

 

Die Entstehung des Christopher Street Days
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Teil 1 - Einleitung

Erstaunlich, was die New Yorker Polizei am 28. Juni 1969 mit einer Razzia in der Christopher Street auslöste.

Nicht für Drogen interessierten sich die Cops in den Schwulenbars, sondern für Männer: Drag Queens, die nicht mindestens drei "männliche" Kleidungsstücke trugen, machten sich strafbar und sollten einmal mehr aufs Revier gebracht werden.

Doch an jenem Junitag 1969 gab es Zoff: Die Gäste des "Stonewall Inn" hatten die ständigen Kontrollen satt und setzten sich zur Wehr. Der Streit eskalierte schnell, die Straßenschlacht mit den Ordnungshütern dauerte ganze zwei Tage. Am Ende zog die Polizei ab, die Szene feierte dies als ersten Sieg gegen die Diskriminierung. Seither ist die Christopher Street Symbol für Schwulenbefreiung.

1979 fand die erste CSD-Party Deutschlands in Frankfurt/Main statt. Auf den "Homolulu" wagten sich immerhin schon 2000 Besucher. Heute gehen am Christopher Street Day Zehntausende, mancherorts Hunderttausende Schwule und Lesben auf die Straße und demonstrieren die Selbstverständlichkeit und Vielfalt ihrer Kultur.

Die größten Paraden ziehen immer am letzten Juni-Wochenende durch Berlin und Köln. Auch in Frankfurt, Hamburg und München gehören CSD-Straßenfeste und–Paraden inzwischen zu den etablierten Veranstaltungsterminen. Die schrillen Umzüge zeugen vom Selbstbewußtsein der Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen. Gesetzliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und gesellschaftliche Toleranz werden gefordert.